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Familienbeihilfe

Eure Fragen könnt Ihr gerne an beihilfen@htu.tugraz.at schicken !

-Wer hat Anspruch?

-Antragsstellung

-Fristen

-Anspruchsdauer

-Höhe der Familienbeihilfe

-Voraussetzungen für den Familienbeihilfenbezug

-Anspruchsverlust

-Rückzahlung der Beihilfe

-Verlängerung der Anspruchsdauer


Wer hat Anspruch?

Anspruch auf Familienbeihilfe haben:

  • österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger
  • ausländische StaatsbürgerInnen unter folgenden Umständen
    • rechtmäßiger Aufenthaltstitel nach §8 Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz (NAG 2005) in Österreich
    • Asyl

Nicht-EU/EWR/CH Ausländer, die zu Studienzwecken nach Österreich kommen, haben kein Anrecht auf Familienbeihilfe.

Während des Präsenz-, Ausbildungs- oder Zivildienstes besteht kein Anspruch auf Familienbeihilfe.

 

Antragsstellung

Die Anträge auf Familienbeihilfe sind bei dem zuständigen Wohnsitzfinanzamt einzureichen. Für Studierende kann den Eltern Familienbeihilfe unter Einhaltung von bestimmten Voraussetzungen gewährt werden. Das Formular für die Anstragstellung findest du hier oder über FinanzOnline kann online beantragen.

Nach Ableistung des Präsenz- oder Zivildienstes hat man nur dann Anspruch auf die Beihilfe für den Zeitraum zwischen Studienbeginn und Präsenz- oder Zivildienst, wenn man zum frühestens möglichen Zeitpunkt anfängt zu studieren. Mit der Vorlage der Inskriptionsbestätigung bekommt man dann die Beihilfe nachträglich ausbezahlt.

Beantragung durch die Eltern

Die Beantragung der Familienbeihilfe auch für volljährige Kinder erfolgt grundsätzlich durch die Eltern. Daher ist auch das Finanzamt am Wohnsitz der Eltern für die Antragstellung zuständig und nicht das unter Umständen andere Finanzamt am Wohnsitz des Studierenden.

Die Eltern sind vorrangig anspruchsberechtigt. Die Mutter erhält gegenüber dem Vater generell den Anspruch. Sie kann jedoch zugunsten des Vaters verzichten. Leben die Eltern getrennt, steht die Familienbeihilfe dem Elternteil zu, bei dem das Kind lebt.

Beantragung durch den Studierenden

Seit September 2013 kann die Auszahlung der Familienbeihilfe auch direkt an den Studierenden erfolgen. Hierfür ist allerdings die Zustimmung des anspruchsberechtigten Elternteils erforderlich. Diese Zustimmung kann jederzeit von seitens der Eltern widerrufen werden, da sie weiterhin Anspruchsberechtigte sind.

Einen eigenen Anspruch haben Studierende auf Familienbeihilfe dann, wenn keine Haushaltsgemeinschaft zu den Eltern mehr besteht und die Eltern ihrer Unterhaltspflicht nachweislich nicht nachkommen. Eine Haushaltsgemeinschaft gilt dann nicht als aufgehoben, wenn sich die Kinder zu Berufsausbildungszwecken notwendigerweise an einem anderen Ort aufhalten.

Weitere Informationen zur Antragsstellung gibt es auch unter

http://www.bmwfj.gv.at/FAMILIE/FINANZIELLEUNTERSTUETZUNGEN/FAMILIENBEIHILFE/Seiten/AntragaufFamilienbeihilfe.aspx

Weitere Informationen zu Anspruchsvoraussetzungen gibt es auch unter

http://www.bmwfj.gv.at/FAMILIE/FINANZIELLEUNTERSTUETZUNGEN/FAMILIENBEIHILFE/Seiten/Anpruchsvoraussetzungen.aspx

 

Fristen

Die Familienbeihilfe kann jederzeit beantragt werden. Man kann sie rückwirkend jedoch nur für fünf Jahre ab dem Monat der Antragstellung beantragen.

 

Anspruchsdauer

Die Anspruchsdauer ist an die Studiendauer gekoppelt und beträgt:

  • Bachelorstudien: Anspruchsdauer = 8 Semester (6 Semester Mindeststudienzeit + 2 Toleranzsemester)
    Masterstudien:
    Anspruchsdauer = 6 Semester (4 Semester Mindeststudienzeit + 2 Toleranzsemester)
    Toleranzsemester können nicht vom Bachelor in den Master mitgenommen werden
  • Diplomstudien: pro Studienabschnitt gibt es 1 Toleranzsemester
    Nicht genutzte Toleranzsemester können in den nächsten Abschnitt mitgenommen werden

Der Weiterbezug auch nach einem Studienabschluss und sofortiger Aufnahme eines neuen Studiums ist unter Beachtung der Voraussetzungen möglich.

 

Höhe der Familienbeihilfe

Die Höhe der Beihilfe setzt sich grundsätzlich aus der Familienbeihilfe, dem Kinderabsetzbetrag und der möglichen Geschwisterstaffelung sowie dem möglichen Mehrkindzuschlag zusammen.

Für Studenten ab dem 19. Lebensjahr ergibt sich aus der Familienbeihilfe und dem Kinderabsetzbetrag eine Auszahlung von 217,30 € / Monat.

Die Auszahlung erfolgt ab Juli 2014 monatlich (und nicht mehr alle zwei Monate).

Die Höhe der Famlienbeihilfe hängt vom Alter des Kindes ab. Ab Jänner 2016 beträgt sie für Studenten ab dem 19. Lebensjahr 162 € / Monat.

Familienbeihilfe

Alter des Kindes

Betrag pro Monat

ab Geburt

111,80 €

ab 3 Jahren

119,60 €

ab 10 Jahren

138,80 €

ab 19 Jahren

162 €

Zuschlag für erheblich behindertes Kind

152,90 €

 

Der monatliche Gesamtbetrag an Familienbeihilfe erhöht sich durch die Geschwisterstaffelung, die je nach Geschwisteranzahl, für die Beihilfe gewährt, variiert.

Geschwisterstaffelung

Anzahl der Kinder

Betrag pro Monat und pro Kind

2

6,90 €

3

17 €

4

26 €

5

31,40 €

6

35 €

für jedes weitere Kind

50 €

 

Der Kinderabsetzbetrag ist nicht mit der Familienbeihilfe zu verwechseln sondern ist ein Absetzbetrag, der in Form einer Negativsteuer ausgezahlt wird. Der Kinderabsetzbetrag wird jedoch gemeinsam mit der Familienbeihilfe ausgezahlt und muss nicht gesondert beantragt werden.

Kinderabsetzbetrag

pro Kind

58,40 € pro Monat

 

Der Mehrkindzuschlag von 20 € monatlich wird für jedes dritte und weitere Kind, für das Familienbeihilfe gewährt wurde, bezahlt.

 

Weitere Informationen zur Familienbehilfe findest du unter

http://www.bmwfj.gv.at/FAMILIE/FINANZIELLEUNTERSTUETZUNGEN/FAMILIENBEIHILFE/Seiten/Familienbeihilfenbetr%C3%A4gemitBerechnungstabelle.aspx

Den Familienbeihilferechner findest du unter

http://www.bmwfj.gv.at/Familie/FinanzielleUnterstuetzungen/familienbeihilfe/Familienbeihilferechner/Seiten/fbh_form.aspx.

 

Voraussetzungen für den Famlienbeihilfenbezug

Für den Bezug der Familienbeihilfe (bzw. Weiterbezug) ist immer nur das angegebene Hauptstudium relevant. Folgende Faktoren sind dabei ausschlaggebend:

 

Studienerfolgsnachweis/Leistungsnachweis

Das Erbringen des Leistungsnachweises wird vom zuständigen Finanzamt kontrolliert und eine Aufforderung zur Erbringung des Leitungsnachweises kann je nach Ermessen des Finanzamtes jährlich erfolgen.

  • für das erste Studienjahr: Inkriptionsbestätigung als "ordentliche Hörerin/ordentlicher Hörer" ausreichend
  • für weitere Studienjahre: mindestens 16 ECTS oder 8 SSt

Der Bezug von Familienbeihilfe ist immer nur für ein Studium möglich, es handelt sich dann um das sogenannte Hauptstudium. Der Bezug ist an das Hauptstudium gekoppelt, also muss auch der Leistungsnachweis aus diesem erbracht werden. Erbrachte ECTS aus etwaigen Nebenstudien können nicht für den Nachweis herangezogen werden.

Von Seiten der Universität gibt es die Bezeichnung Haupt-/Nebenstudium nicht. Es gibt keine Beschränkung für Zweitstudien. Man muss nur beachten, dass nach Ablauf der Mindeststudienzeit und Toleranzzeit  eventuell Studiengebühren anfallen.

Da die erforderliche Anzahl an Semesterwochenstunden (SSt) oft leichter erreicht wird, lohnt es sich sowohl die ECTS- als auch die SSt Anzahl jeder einzureichenden Prüfung zu überpüfen. Die Anzahl der ECTS und SSt können je nach Prüfung variieren.

 

Studienwechsel

Der Studienwechsel ist jede Änderung der Studienrichtung. Als Studienwechsel gilt die Änderung der Angabe des Hauptstudiums gegenüber der Behörde und hier sind einige Punkte einzuhalten:

  • Wechsel ist dem zuständigen Wohnfinanzamt unaufgefordert bekannt zu geben
  • insgesamt zweimaliger Studienwechsel möglich
  • vorangegangenes Studium nicht länger als 2 Semester inskribiert
  • nach 3 Semestern einer Studienrichtung: erneuter Anspruch erst nach Wartefrist (so viele Semester wie in der zuvor belegten Studien) wieder möglich
  • Wartefrist kann verkürzt werden, falls nach dem Studienwechsel Vorstudienzeiten (auf Grund der abgelegten Prüfungen)  für die Anspruchsdauer der neuen Studienrichtung angerechnet werden können
  • Rückkehr zu einer vormals betriebenen Studienrichtung, wenn inzwischen eine andere betrieben wurde, zählt als Studienwechsel

Nicht als Studienwechsel zählt:

  • Umstieg auf neuen Studienplan
  • Wechsel des Studienorts bei gleichbleibender Studienrichtung

Beispiele:

  • ein Semester Architektur --> 1.Studienwechsel auf Maschinenbau => Weiterbezug der Beihilfe möglich
  • zwei Semester Biologie --> 1. Studienwechsel auf Bauingenieurswesen => Weiterbezug der Beihilfe möglich
  • zwei Semester Pädagogik --> 1. Studienwechsel auf Informatik (Studium für 2 Semester) --> 2. Studienwechsel auf Elektrotechnik => Weiterbezug der Beihilfe möglich
  • drei Semester Germanistik --> 1. Studienwechsel auf Bauingenieurswesen  => Anspruchsverlust (erst nach Einhaltung der Wartefrist von 3 Semestern ist ein Antrag wieder möglich)
  • ein Semester Molekularbiologie --> 1. Studienwechsel auf Mathematik (Studium für 1 Semester) --> 2. Studienwechsel auf Physik (Studium für 2 Semester) --> 3. Studienwechsel auf Mathematik => Anspruchsverlust

Altersgrenze

Der Bezug der Familienbeihilfe ist bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres (mit dem 24. Geburtstag) möglich.
Die Anspruchsdauer kann sich weiters bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres verlängern, wenn

  • Präsenz- oder Zivildiesnt vor dem 24. Lebensjahr
  • Schwangerschaft vor dem 24. Lebensjahr
  • Bestehen einer erhebliche Behinderung
  • bei Studium von mind. 10 Semestern Dauer, wenn
    • Studienbeginn in dem Kalenderjahr, in dem das 19. Lebensjahr vollendet wurde und
    • die Mindeststudien bis zum erstmöglichen Studienabschluss eingehalten wird

 

Zuverdienstgrenze

Die Einkommensgrenze beträgt 10.000 € jährlich.

Die Einkommesgrenze setzt sich aus dem jährlichen zu versteuernden Bruttoeinkommen minus dem Sozialversicherungsbeitrag sowie der Sonderausgaben- und Werbungskosten, etc. zusammen.

Das 13. und 14. Monatsgehalt werden nicht zum Bruttoeinkommen gerechnet.

Es gibt keine Unterscheidung zwischen Ferialeinkünften, geringfügiger Anstellung oder sonstigen Einkünften während des Jahres. Weiters wird das vor der Anstragsstellung erwirtschaftete Einkommen nicht berücksichtigt. Lehrlingsentschädigungen, Waisenpensionen und Waisenversorgungsgenüsse erhöhen das zu versteuernde Einkommen nicht. Der Bezug von Studienbeihilfe wird ebenfalls nicht zum Einkommen gezählt.

Wird die Zuverdienstgrenze überschritten, muss die Familienbeihilfe in der Höhe des überschrittenen Betrags zurückgezahlt werden!


Verlängerung der Anspruchsdauer

Es kann unter bestimmten Bedingungen zu einer Verlängerung der Anspruchdauer kommen. Diese Verlängerung bezieht sich jedoch nur auf die Anspruchsdauer. Es kann keine Verlängerung über die Altersgrenze erfolgen.

Der Besuch einer fünfjährigen Oberschulform (wie HTL, oder HAK, etc.) ist kein Verlängerungsgrund. Die Altersgrenze gilt unabhängig vom jeweiligen Schultyp.

Gründe für eine Verlängerung:

  • Schwangerschaft 1 Semester
  • Pflege und Erziehung des Kindes bis zum 6. Lebensjahr um max. 2 Semester/Kind
  • Zivil- oder Präsenzdienst um 1 Semester, wenn während der Bezugsdauer absolviert
  • Behinderung von über 50%
  • Krankheit (fachärztliche Bestätigung)
  • überdurchschnittlich umfangreiche oder zeitaufwendige Diplom-/Masterarbeit oder Dissertation
  • Auslandssemester

Anspruchsverlust

Bei Anspruchsverlust wird der Bezug der Familienbeihilfe vorläufig eingestellt.

Folgende Gründe können zum Verlust führen:

 

Rückzahlung der Beihilfe

Unter gewissen Umständen kann es zur Rückforderung der Beihilfe seitens der Behörde kommen:

Um eine Rückzahlung wegen mangelndem Studienerfolges (vor allem im ersten Studienjahr) zu vermeiden muss man nachweisen können, dass das Studium wirklich betrieben wurde. Dies kann man, wenn man zumindest einen ECTS (oder mehr) nachweisen kann. Auch ein negativer Prüfungsantritt (auch bei diesem bekommt man ein -wenn auch negatives-  "Zeugnis" ausgestellt) zählt als Versuch.

Ohne jeglichen offensichtlichen Prüfungsnachweis muss die Beihilfe zurückgezahlt werden und es kann zu einer Strafe wegen vorsätzlich zu Unrecht bezogener Familienbeihilfe führen.

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